Eine mittelalterliche Stadt Schülern zu erklären, ist die eine Sache. Die andere ist es, sie sehen zu können. Das geht natürlich schlecht, denn in 500 Jahren haben sich die Städte doch vehement verändert. Maximal sind Reste aus den vergangenen Jahrhunderten zu sehen, sofern man sie erkennt. Der Hallische Hanse e. V. geht einen etwas anderen Weg. Mit der GMS Heinrich Heine hat der Hallische Hanse e. V. einen Kooperationsvertrag und ist dabei, mit einigen Schülern des Produktiven Lernens ein Diorama einer mittelalterlichen Stadt mit umfangreicher Dokumentation und Bezügen zur eigenen Stadt zu gestalten. Es findet seinen Platz im Informationscenter „Salzwinkel“ des Salzstadtclan e. V. So entdecken die Schüler ihre Stadt auf ganz neue Weise. Das nennt man dann auch Praxisunterricht. Die Mittelalterzeit war eine heute kaum nachvollziehbare Zeit, in der auch die Hanse über 200 Jahre eine bedeutende Rolle spielte. Im genannten „Salzwinkel“ in Lettin gibt es eine Unmenge an Material über die Hanse und die Zeit, in der sie existierte. Das Diorama ist ein weiterer Baustein, um die alte Zeit verständlich zu machen und zu zeigen. Das ist dann nicht nur für Schüler anschaulich, sondern bietet auch Erklärungen für Erwachsene, die so ihre heutige Stadt noch nicht gesehen haben. Außerdem wird die Hanse als Vorläufer des heutigen Europas angesehen. Das war früher und ist heute in der Neuen Hanse von entscheidender Bedeutung.



