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Am Anfang war das Feuer

In einem Film über unsere Vorfahren heißt es: Am Anfang war das Feuer. Das war in Halle (an der Saale) ebenso wie überall, wo es Menschen gab, die sich entwickelten. Nach dem Feuer gab es das Salz, das Menschen über salzwassergetränkte Baumstämme kippten und durch Verdunsten der Sole. gewannen. Die Sole lag nur einige Meter unter der Erde. Die Produktion wurde über Jahrhunderte verfeinert und es kamen Tongefäße in Gestellen über Feuer zum Einsatz. Das wurde Briquetage genannt. Um die Ausbeute zu erweitern, „erfand“ man die Siedekothen mit großer Solepfanne.

Die Geschichte war in Bewegung, es trat ein unerschütterlicher Freiheitswille auf. Bischöfe sahen knurrend zu, waren sie nicht wenig vom Geld der Hanseleute, das sie für ihren aufwendigen Lebensstil brauchten, abhängig. So trat man der Hanse bei, weit vor der Gründung der Salzwirker-Brüderschaft, die erst 1491 die Bühne der Geschichte betrat. Da war seit fast 13 Jahren die Hanse schon durch Verrat in Halle abgeschafft. Das Feuer unter den Pfannen zur Salzgewinnung loderte weiter. Irgendwann wurde aus der Salzproduktion in den nachfolgenden Jahren ein touristisches Schausieden, da die Technik weitaus mehr Salz gewinnen konnte, als die aufwendige Produktion. Die Hanse schien in den nächsten 500 Jahren vergessen, war sie doch einst der Schutzschild der Stadt als Bündnispartner mit sehr vielen anderen Städten. Ein mittelalterliches Vorläufermodell des heutigen Europas.

Enthusiasten entdeckten 2009 die Hanse wieder und gründeten die Alte Salzstraße Halle Prag e.V. und den Hallischen Hanse e.V. Der Salzstadtclan übernahm die Publikation und Videos über die Hansegeschichte in seine Hände. Das Feuer von einst schweißt alle zusammen. Und mehr noch geschieht im Projekt Revier Pionier quasi als Vorbereitung für den 2034 in Halle (an der Saale) stattfindenden Hanse-Tag. Man traf sich im Marie-Hedwig Schiff zu einer erstmaligen Beratung mit der Alten Salzstraße, dem Salzstadtclan, dazu noch Frau Szabados und dem Freundeskreis Karlsruhe, sowie einem Stadtführer. Zwei Tage später gab es einen Fototermin an der leerstehenden Kaue in der Saline, die der Hanseverein als geschichtliches und kulturelles Zentrum ausbauen will. Konzept und Antrag sind erstellt. Leider gibt es immer noch ein paar Persönlichkeiten, die gegen die genannten Vereine sind, obwohl sie einst bei den Gründungen dabei waren. Manches ist nicht nachvollziehbar. Zum Fototermin kam noch die Luckner-Gesellschaft. Die Geschichte fängt immer mit dem Feuer und wir müssen es am Brennen halten, und zwar im friedlichen Sinne.

Am Anfang war das Feuer und ist in der Neuen Hanse weiter am permanenten lodern für die Erinnerung, wenn es alle wollen. Der Anfang ist gemacht.

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