Sayda, am Abend des 22. September Anno Domini 1460 Justus war an diesem Morgen von einer Munterkeit, die einem Arzt Sorge machen muss. Er sattelte sein Pferd selbst, was er sonst den Knechten überlässt, kämmte sich beim Frühmahl mit den Fingern das Haar, ein Vorgang, den ich in zwanzig Jahren […]
Hanseverein
Zschopau, am Abend des 21. September Anno Domini 1460 Von diesem Tag ist wenig zu berichten, und ich schreibe das mit einer Dankbarkeit nieder, die nur versteht, wer die beiden vorigen erlebt hat. Zwanzig Wagen, kein gebrochenes Rad, kein Zöllner mit Buch, kein Pfarrer mit Stola. Die Fuhrleute hatten die […]
Chemnitz, am Abend des 20. September Anno Domini 1460 Nach den Schrecken und Enttäuschungen des Vortages hätte ich es kaum für möglich gehalten, doch der heutige Tag schien sich vorgenommen zu haben, uns eines Besseren zu belehren. Der Himmel, der uns in Waldheim noch mit jenem grauen Türkenpfennig-Gesicht bedacht hatte, […]
Vierter Eintrag Waldheim, am Abend des 19. September Anno Domini 1460 Ich erwachte in der Ausspanne zu Grimma von einem Geräusch, das mir zunächst wie das Poltern eines betrunkenen Fuhrmanns erschien, sich aber bald als das Werk des Windes entpuppte, der an den Fensterläden rüttelte, als wolle er Einlass begehren […]
Grimma, am Abend des 18. September Anno Domini 1460 Der Morgen begann mit einer Prophezeiung, wie sie nur Caspar Rideburg von sich geben kann. Kaum hatte er die Nase aus der Kammer der Ausspanne gestreckt, verkündete er mit der Feierlichkeit eines Domherrn, der Tag werde trocken und mild werden, […]
Der erste gelungene Zyklus des Tagebuchs des Dr. Hirschhorns auf seiner Reise nach –Prag mit verschiedenen Ideen, Inputs und authentischen geografischen und historischen Eckpfeilern ist fertig. Am Ende soll daraus ein Mittelalterroman entstehen, der schon an den Stil von Rebecca Gablé oder Sabine Ebert erinnert. Doch die Handlung ist am […]